Deckungsbeitragsrechnung Grundlagen ESA KRE05N

Deckungsbeitragsrechnung Grundlagen ESA KRE05N

Lösungen zu den Einsendeaufgaben
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Lösungen zu den Einsendeaufgaben ESA KRE05N Deckungsbeitragsrechnung Grundlagen

 

1. Die Kranbau GmbH stellt unter anderem Baukräne in den drei Ausführungen A, B und C her. Man geht davon aus, dass ein Verkäufer pro Jahr 12 Aufträge hereinholt, die sich bislang gleichmäßig auf die drei Typen A, B und C verteilten. Die Entlohnung der Außendienstler besteht in einem Fixum zuzüglich Spesen für Fahrten und auswärtige Unterbringung. Anstelle einer fälligen Erhöhung des Fixums soll nun eine leistungsorientierte Entlohnung eingeführt werden. Zwei Möglichkeiten sind zu prüfen:

a)           Umsatzprovision (neues Entgelt = Fixum + v. H. vom Umsatz)

b)           Deckungsbeitragsprovision (neues Entgelt = Fixum + v. H. vom Deckungsbeitrag)

Es ist davon auszugehen, dass die Verkaufszahlen mit insgesamt 12 Einheiten pro Verkäufer und Jahr konstant bleiben. Jedoch kann sich durch die Aktivität

der Außendienstler die Auftragszusammensetzung ändern:

–             Bei besonderen Bemühungen zugunsten eines bestimmten Typs können

anstelle von vier Einheiten fünf Einheiten pro Jahr verkauft werden.

–             Ohne besondere Bemühungen geht der auf einen Verkäufer entfallende

Absatz pro Typ und Jahr auf drei Einheiten zurück.

Untersuchen Sie die Auswirkungen beider Entlohnungsformen auf den Betriebsgewinn unter Berücksichtigung der in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Zahlen:

Ausgangssituation

Bau-
kran

Derzeitige Absatzmenge je Verkäufer (Stück/Jahr)

p

(T€/Stück)

k,

(T€/Stück)

d

(T€/Stück)

D

(TE/Jahr)

I

II

III

IV = II-III

V         I • IV

A

B

C

4

4

4

375

600

900

250

500

860

125

100

40

500

400

160

12

Gesamtdeckungsbeitrag je Verkäufer:                                                                                                                                                                                    1.060

 

2. Eine Taschenrechnerfabrik stellt die Taschenrechner FIX und FOXI her. Für den vergangenen Monat liegen folgende Daten vor:

Bezeichnung FIX

FOXI

produzierte Rechner (Stück/Monat) 2

000

6

000

abgesetzte Rechner (Stück/Monat) 1

800

5

400

Fertigungsmaterial (€/Stück)  

10

 

5

Fertigungslohn (€/Stunde)  

30

 

30

Fertigungszeit (Minute/Stück)  

6

 

4

Verkaufsprovision (% vom Preis)  

4

 

4

Verkaufspreis (€/Stück)  

50

 

40

Die Gemeinkosten wurden folgendermaßen auf die Kostenstellen verteilt:

  Gemeinkosten  

Kostenstelle

   
     

Bezugsgröße

  fix

variabel

 
Material

20.000

Fertigung

90.000

54.000

Fertigungszeit

Verwaltung und Vertrieb

31.320

a) Ermitteln Sie unter Benutzung der folgenden Lösungstabelle Gesamtdeckungsbeitrag und Stückdeckungsbeitrag von FIX und FOXI.

Welcher Wert ergibt sich für das Betriebsergebnis im Rahmen einer Teilkostenrechnung, wenn man auf die Schlüsselung nicht verursachungsgerecht zurechenbarer Fixkosten verzichtet?

Bezeichnung

(alles in €/Monat)

FIX

FOXI

Gesamt

Umsatz      
Materialeinzelkosten Fertigungseinzelkosten

var. Fertigungsgemeinkosten

     
var. Herstellkosten d. Produktion – Bestandsveränderungen      

var. Herstellkosten d. Umsatzes
Sondereinzelkosten d. Vertriebs

     
var. Selbstkosten      
Gesamtdeckungsbeitrag – fixe Kosten      
Betriebsergebnis      

 

Ergebnis                                                            Stückdeckungsbeiträge

Gesamtdeckungsbeitrag

FIX _____________ €/Monat   €/Stück

Gesamtdeckungsbeitrag

FOXI                                                            €/Monat                                   €/Stück

Betriebsergebnis (netto): __________  €/Monat

b) Welches Betriebsergebnis hätte ein Vollkostenrechner ermittelt? Die Bezugsgrößen sind:

—       für die Materialgemeinkosten: Materialeinzelkosten

—       für die Fertigungsgemeinkosten: Fertigungsminuten

—       für die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten: Herstellkosten des Umsatzes

 

Bezeichnung

(alles in €/Monat)

FIX

FOXI

Gesamt

Umsatz      
Materialeinzelkosten Materialgemeinkosten Fertigungseinzelkosten Fertigungsgemeinkosten      
Herstellkosten der Produktion — Bestandsveränderungen      
Herstellkosten des Umsatzes Verw.- und Vertriebsgemeinkosten Sondereinzelkosten d. Vertriebs      
Selbstkosten      
Betriebsergebnis      

Wie ist die Differenz zum Ergebnis des Teilkostenrechners zu erklären?

c) Für den kommenden Monat rechnet man mit einer Nachfragesteigerung. Es ist vorgesehen, wieder 2000 Einheiten FIX und 6000 Einheiten FOXI zu fertigen. Man nimmt an, dass die Neuproduktion sowie die Lagerbestände im kommenden Monat komplett verkauft werden können.

In dieser Situation erhält die Unternehmung das Angebot über einen Zusatzuftrag: Sie könnte im kommenden Monat 600 Einheiten eines hochwertigen Rechnertyps SUPER absetzen. Für die Fertigung von SUPER ist der bestehende Produktionsapparat zwar technisch geeignet, problematisch ist es aber mit der Kapazität: Es stehen, genau wie im Vormonat, 36 000 Maschinenminuten zur Verfügung. Somit ist die Hereinnahme des Zusatzauftrages nur dann möglich, wenn entsprechende Produktionseinschränkungen bei einem anderen Rechnertyp vorgenommen werden.

 

Für SUPER gilt:

Fertigungsmaterial (€/Stück) Fertigungslohn (€/Stunde) Fertigungszeit (Min/Stück) Verkaufsprovision (% v. Preis) Verkaufspreis (v/Stück)

20,00 €

30,00 €

10 Minuten

4%

100,00 €

(1)         Wie hoch ist der Stückdeckungsbeitrag von SUPER?

(2)         Unter welcher Voraussetzung ist die Hereinnahme des Zusatzauftrages sinnvoll?

Ist diese Voraussetzung erfüllt?

Bei welchem Produkt ist gegebenenfalls die Fertigungsmenge einzuschränken?

(3)         Um wie viel Euro ändert sich bei Hereinnahme des Zusatzauftrages das Betriebsergebnis im Vergleich zum Verzicht auf diesen Auftrag?

d) Welches ist die kurzfristige Preisuntergrenze für die Hereinnahme des Zusatzauftrages?

3. In einem Betrieb werden die Produkte A, B, C, D, E, F , G und H hergestellt. Das Sortiment wurde aufgrund einer kurzfristigen Optimierungsrechnung festgelegt. Die Kontrolle durch eine kurzfristige Erfolgsrechnung ergab ein negatives Betriebsergebnis. In einer stufenweisen Fixkostendeckungsrechnung soll nun überprüft werden, ob sich langfristig die Betriebssituation durch Straffung des Sortiments verbessern lässt.

Die Gesamtdeckungsbeiträge der Produktarten betragen (T€/Woche):

Produktart

A

B

C

D

E

F

G

H

Gesamtdeckungsbeitrag der Produktart

10

26

50

14

6

44

24

26

Aus dem BAB sind die Fixkosten der einzelnen Kostenstellen zu entnehmen:

Stelle

Bezeichnung

T€

1

Allgemeine Hilfsstellen, Fertigungshilfsstellen, Verwaltung

40

2

Fertigungsstelle

10

3

Fertigungsstelle

4

4

Fertigungsstelle

8

5

Fertigungsstelle

16

6

Fertigungsstelle

10

7

Fertigungsstelle

16

8

Fertigungsstelle

56

9

Vertriebsstelle

50

10

Vertriebsstelle

10

 

Die Inanspruchnahme der einzelnen Kostenstellen durch die Produkte ist aus der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Produktart

Durchlaufene Kostenstellen

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

A

*

*

*

B

*

*

*

*

C

*

*

*

D

*

*

*

E

*

*

*

F

*

*

*

*

G

*

*

*

H

*

*

*

 

 

a)         Stellen Sie das Organisationsschema der Unternehmung auf.

b)        Führen Sie eine stufenweise Fixkostendeckungsrechnung durch. Ermitteln Sie den Nettogewinn der Periode.

c)         Durch welche Maßnahmen lässt sich das Betriebsergebnis langfristig verbessern?

Bestimmen Sie den dann entstehenden Gewinn!

d)        Erläutern Sie Sinn und Zweck einer stufenweisen Fixkostendeckungsrechnung.

e)         Erläutern Sie, unter welchen Bedingungen die Einführung einer stufenweisen Fixkostendeckungsrechnung sinnvoll erscheint.

Eignen sich Betriebe in bestimmten Branchen besonders gut (schlecht)

für die Einführung einer stufenweisen Fixkostendeckungsrechnung?

Nennen Sie vier Beispiele!

Lösungsweg:

KRE05N-XX-A12

Diese Einsendeaufgabe wurde mit 87/100 Punkte und der Note “gut” bewertet.