Prüfungsaufgaben ESA PR772 Medienbetriebswirt/in

Teil 1 – Fallstudien „Grundlagen der Volkswirtschaft”

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1. Steuerrecht: Umsatzsteuer

A verkauft im Juli 2002 Holz aus eigenem Schlag für 10.000,00 € netto an B. Dieser fertigt aus dem angekauften Holz eine Küche, die er für 15.000,00 € netto an den Großhändler C verkauft. C verkauft die gleiche Küche für 17.000,00 € netto an den Einzelhändler D. Da die Küche bei die­sem mehr als ein Jahr als Ausstellungsstück steht, verkauft er die Küche im Dezember 2003 an den Endverbraucher für 10.000,00 € netto.

Ermitteln Sie die Umsatzsteuerbelastung insgesamt und geben Sie außerdem die Zahllast an, die auf jeden einzelnen Unternehmer entfällt.

2. Steuerrecht: Abgabenordnung

Am 12.10.2003 hat Michael Meier seine Einkommensteuererklärung für das Kalenderjahr 2000 beim Finanzamt Wiesbaden abgegeben. Den entsprechenden Einkommensteuerbescheid hat er bereits am 11.11.2003 erhal­ten. Der Bescheid wurde am 10.11.2003 zur Post gegeben. Vor lauter Freu­de über die zügige Bearbeitung seiner steuerlichen Angelegenheiten und aufgrund der unerwartet hohen Einkommensteuererstattung legt Michael Meier den Steuerbescheid beiseite, ohne ihn intensiv zu prüfen.

In den ersten Tagen des Dezembers 2003 fällt ihm der Steuerbescheid wieder in die Hände. In einer ruhigen Minute sieht er sich den Bescheid noch einmal genau an und er muss feststellen, dass das Finanzamt Wiesbaden bei der Bearbeitung seiner Einkommensteuererklärung von seinen Angaben ab­gewichen ist. So wurden Werbungskosten zu den Einnahmen aus nicht­selbstständiger Arbeit in Höhe von 3.680,00 € nicht bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens berücksichtigt.

a)              Welche Möglichkeit hat Michael Meier, die bisher noch nicht berück­sichtigten Werbungskosten noch anerkannt zu bekommen? Bis zu welchem Zeitpunkt und in welcher Form muss er seinen Willen ge­genüber dem Finanzamt Wiesbaden kundtun?

b)              Gibt es für Michael Meier auch nach einer ablehnenden Entscheidung des Finanzamtes Wiesbaden auf Änderung der Einkommensteuerver­anlagung 2001 noch Möglichkeiten, sein Rechtsbegehren voranzutrei­ben?

Teil 2 – Fallstudien „Grundlagen der Betriebswirtschaft”

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3.        Kosten- und Leistungsrechnung

Ein Betrieb stellt im November 2002 von den Erzeugnissen I bis V folgen­de Mengen zu folgenden Kosten her:

Erzeug-
nis

Stück-
zahl

Einzel-

kosten FM + FL pro Stück

Gemein- kostenzu- schlag auf FM + FL

Prop.
GK pro
Stück

Fixe GK
pro Mo-
nat

VP
pro
Stück

I

800

15,00

200 %

5,00

70,00

II

400

40,00

300 %

85,00

150,00

III

1.000

30,00

100 %

40,00

insgesamt

90,00

IV

600

20,00

150 %

10,00

196.000

55,00

V

1.600

80,00

250 %

100,00

275,00

FM = Fertigungsmaterial               FL = Fertigungslöhne

GK = Gemeinkosten                      VP = Verkaufspreise

Es sind zu ermitteln:

a)            die Vollkosten für jedes Erzeugnis pro Stück

b)           der Stückgewinn bei Vollkostenkalkulation, daraus abgeleitet: die Rangfolge der Erzeugnisse nach der Höhe des Stückgewinns

c)            die Teilkosten (Grenzkosten) für jedes Erzeugnis pro Stück

d)           der Deckungsbeitrag (Gewinn + fixe Kosten) pro Erzeugnis, daraus abgeleitet: die Rangfolge der Erzeugnisse nach der Höhe des De­ckungsbeitrages

e)            der Gesamtgewinn bei Vollkostenkalkulation

f)            der Gesamtgewinn bei Grenzkostenkalkulation

4.        Rechtswesen

Eines Tages erhält der Elektroingenieur Walter Jung folgendes Schreiben der Industrie- und Handelskammer Darmstadt:

„Wir beobachten seit geraumer Zeit, dass Sie unter der Firmenbezeichnung W. Jung & Co., Ingenieurbüro, in Darmstadt ein Konstruktionsbüro unter­halten und für Interessenten gegen Entgelt die technische Einrichtung von Kraftwerken projektieren. Im Handelsregister ist diese Firma nicht eingetragen. Im Hinblick hierauf erwägen wir, das Amtsgericht — Register­gericht — zu veranlassen, im Wege des Ordnungsstrafverfahrens gegen die­se unzulässige Firmierung einzuschreiten.”

 

Herr Jung ist aufgrund dieses Schreibens voller Sorge und bittet Sie um Ih­ren Rat. Bei der Besprechung mit Herrn Jung erfahren Sie folgenden Sach­verhalt:

Der Vater von Walter Jung ist vor Jahresfrist gestorben. Er war der Begrün­der des Ingenieurbüros. Die Tätigkeit des Verstorbenen beschränkte sich nicht allein auf die Projektierung industrieller Vorhaben, sondern umfasste auch die Vertretung großer Unternehmen der Elektroindustrie. Für jedes abgeschlossene Geschäft bezahlen diese Firmen Provision. Nach dem Tod des Vaters führte der älteste Sohn Walter dieselbe Tätigkeit fort, um nicht nur sich, sondern auch seinen 22-jährigen Bruder sowie seine Mutter und seine 19-jährige Schwester versorgen zu können. Zur Begleichung dringender Nachlassverbindlichkeiten erhielt er von seiner Braut Irma Schön 5.000,00 €. Dieser Betrag ist jährlich zu verzinsen mit 5 %. Laut Vereinba­rung soll Frau Schön noch angemessen am Gewinn beteiligt werden, sofern ein solcher erzielt wird, während sie am Verlust nicht teilnehmen sollte. Schon mit Rücksicht auf diese Vereinbarung hält sich Walter Jung für be­rechtigt, die von der Industrie- und Handelskammer beanstandete Firma zu führen.

Ferner beruft er sich darauf, dass er, seine Mutter, sein Bruder und seine Schwester gemäß letztwilliger Verfügung des Erblassers zu je 1/4 erbbe­rechtigt seien. Die Erbengemeinschaft ist noch nicht auseinander gesetzt. Im Zuge der bevorstehenden Erbauseinandersetzung wird eine Gesell­schaftsform angestrebt, bei der die Möglichkeit besteht, den zurzeit noch studierenden Bruder aktiv am Geschäft zu beteiligen. Auch die Mutter soll die Stellung einer Gesellschafterin haben, während die Schwester nur bis zu einem bestimmten Risiko Teilhaberin des Unternehmens sein soll. Bei der Auseinandersetzung des Nachlasses wird Frau Schön ihre 5.000,00 € zu­rückerhalten. Im Fall der späteren Heirat soll für sie aber die Möglichkeit bestehen, in die Gesellschaft einzutreten.

Walter Jung legt besonderen Wert darauf zu erfahren:

a)    ob die Firmierung W. Jung & Co. zu beanstanden ist,

b)    welche Gesellschaftsformen bei der zu erwartenden Neugestaltung des Unternehmens infrage kommen,

c)    welche Gesellschaftsform Sie ihm empfehlen.

Teil 3 – Fallstudien „Grundlagen der Unternehmensführung”

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5.        Finanzierung

Die Pharma-Chemie AG will im Lauf von 5 Jahren ihren Maschinenpark um 20 Maschinenaggregate vergrößern und die damit erreichte Kapazität in der Zukunft aufrechterhalten. Im ersten Jahr schaffte sie sich 4 Maschinen an und danach je weitere 4 Maschinen zu Beginn des 2., 3., 4. und 5. Jah­res. Jede Maschine kostet 2.500,00 €. Die Nutzungsdauer beträgt jeweils 5 Jahre.

Stellen Sie eine Tabelle für 6 Jahre auf, in der die linearen Abschreibungs­quoten (selektiv und kumulativ), die Reinvestitionen sowie der verbleiben­de Restbetrag an liquiden Mitteln (freigesetztes Kapital) enthalten sind.

Wie hoch ist der dauernd freigesetzte Betrag an liquiden Mitteln?

6.                Personalwesen

 

Welche Zusammenhänge und Abhängigkeiten bestehen zwischen Personal­planung, Personalbeschaffung, Beurteilungswesen, Stellenbeschreibung, Arbeitsbewertung, dem Lohn- und Gehaltssystem, der Weiterbildung und Personalförderung?

Teil 4 – Fragen zu „Grundlagen der Medienwirtschaft”

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7.                Warum wird es für Printmedien immer schwieriger, sich auf den Printmärk­ten zu behaupten? Nennen Sie bitte drei Gründe.

8.                Warum hat die Musikbranche durch die Peer-to-Peer-Netze ganz neue He­rausforderungen zu meistern?

9.                Worum handelt es sich — nach Porter — bei folgenden Wertschöpfungs­aktivitäten: Entwicklung einer neuen Frauenzeitschrift; Distribution dieser Frauenzeitschrift; Controlling der Frauenzeitschrift?

10.             Welche Unterschiede gibt es in der Wertkette von Printprodukten? Bitte schildern Sie zwei Beispiele.

11.             Welcher Market-Based View (MBV) und welcher Resource-Based View (RBV) liegt Ihrer Einschätzung nach bei dem Nachrichtenmagazin „Spie­gel” zugrunde? Nennen Sie je ein Kriterium.

12.             Bernd Meier, ein junger Unternehmer, möchte in das Mediengeschäft ein­steigen. Er ist Hobbyangler und möchte sein Hobby mit seinem Beruf ver­binden. Er möchte eine Zeitschrift für Hobbyangler gründen. Im Gegensatz zu den bestehenden Anglerzeitschriften baut er aber von Anfang an auf eine starke Internet-Präsenz und möchte ergänzend zu der Printversion im Inter­net zusätzliche Leistungen anbieten. Die Finanzierung der Zeitschrift soll durch Verkaufs- und Werbeerlöse erfolgen.

a) 1)      Inwiefern handelt es sich bei den geplanten Produkten um Medi­enprodukte?

2)      Welche typischen Charakteristika weisen sie auf?

3)      Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für Bernd Meier?

b) 1)    Auf welchen Märkten ist Bernd Meier tätig?

2)      Wer fungiert auf diesen Märkten als Anbieter und Nachfrager?

3)      Skizzieren Sie eine geeignete Wertkette für das gesamte Produkt­angebot.

Teil 5 – Offene Fragen und Fallstudie „Praxismanagement Medienwirtschaft”

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13.             Welchen Pflichtanteil haben die Landesrundfunkanstalten an den „Tagesthemen”, die täglich in der ARD ausgestrahlt werden?

14.             Woran wird auch heute noch sichtbar, dass die Tageszeitungen den Einstieg ins Internet-Geschäft erst viel zu spät entschieden haben? Bitte erläutern Sie das anhand des Stellenanzeigenmarktes.

15.             Nennen Sie je zwei Beispiele für synchrone und asynchrone Informations­versorgung.

16.             Die Softwarefirma Datex, die ein neues Update ihrer Übersetzungssoftware zu entwickeln plant, möchte wissen, welche Features dieses Update aus Kundensicht enthalten soll. Geplant ist eine Befragung der eigenen Kunden über deren Erwartungshaltung hinsichtlich der geplanten Features. Bitte skizzieren Sie kurz den systematischen Ablauf der Untersuchung aus Sicht des verantwortlichen Marktforschers der Firma.

17.             (Diese Aufgabe bezieht sich auf die Fragestellung von Aufgabe 16.) Bitte skizzieren Sie kurz die inhaltlichen Fragestellungen in den einzelnen Stufen der Untersuchung, bezogen auf den konkreten Fall der Firma Datex.

18.             Die Verlags GmbH plant den Launch eines Printmedienmagazins für die Zielgruppe der Senioren. Das Magazin soll monatlich einmal erscheinen und bundesweit distribuiert werden. Das Magazin beinhaltet alle für Senio­ren ab 65 Jahren aufwärts relevanten und interessanten Themen, von Ge­sundheit über Urlaub/Reise sowie Sport und andere Lifestyle-Themen. Die wichtigsten Instrumente der klassischen Kommunikationspolitik von Medienunternehmen sind:

–             Werbung

–             Verkaufsförderung (Straßen-Aktionen, Probe-Abos)

–             Werbung am Point of Sale

–             Public Relations

–             Teilnahme an Messen und Ausstellungen

–             Direktmarketing

–             Sponsoring

–             Eventmarketing

–             Persönliche Kommunikation (durch den Außendienst und durch „Le­ser werben Leser”-Aktionen)

Welche Kommunikationsmaßnahmen den Markenaufbau bzw. die Marken­führung im Einzelnen am besten unterstützen, hängt stark von der Phase des Lebenszyklus ab, in der sich das Medienprodukt gerade befindet.

Frage: Welche Kommunikationsmaßnahmen würden Sie als verantwortli­cher Marketingmanager für das Seniorenblatt vor dem Markteintritt einpla­nen? Bitte überlegen Sie sorgfältig, nicht alle der o. g. Maßnahmen sind sinnvoll, wenn das Blatt noch vor dem Markteintritt steht. Bitte fertigen Sie ein kleines Marketingkonzept an.

19.             Herr Müller ist verantwortlich für die Programmentwicklung in dem Verlag Content AG. Die Content AG entwickelt und vertreibt Medienformate für die Zielgruppe der Pferdebesitzer.

Nun möchte Herr Müller ein neues Fachmagazin für Hobbyreiter entwi­ckeln und steht in diesem Zusammenhang vor der Entscheidung, auch gleich ein OnlineMagazin im Internet für dieselben Zielpersonen anzubie­ten. Sein Risiko sind die Investitionskosten, denn er ist sich noch unsicher, ob die Zielgruppe groß genug ist, um einen neuen Titel in diesem Markt­segment zu rechtfertigen. Sein Budget für diese Neuentwicklung ist 300.000, €. Hierfür muss er Inhalte entwickeln und das Marketing für An­zeigen- und Lesergewinnung machen.

Was bedeutet der Begriff „Kostendegression” in diesem Zusammenhang hinsichtlich der Investition in das Fachmagazin und das Online-Magazin?

20.             (Diese Aufgabe bezieht sich auf die Fragestellung von Aufgabe 19.)

Wie hoch ist Herrn Müllers finanzielles Risiko tatsächlich?

21.             Der Verlag „Buchbizz” verkauft Fachbücher über Management. Dort ist der Verlag seit Jahren Marktführer. Er entwickelt durchschnittlich 50 neue Buchtitel pro Saison und das zweimal im Jahr. Der Verlag erwirtschaftet damit einen Umsatz in Höhe von 80 Millionen Euro jährlich. Leider ist die Titelflut hoch und der Verlag kann immer weniger Bücher pro Titel abset­zen. Nun hat der Verlagsleiter, Herr Meier, die Idee, Kosten zu sparen. Zu­nächst möchte er Kosten im Vertrieb sparen. Derzeit vertreibt der Verlag hauptsächlich über Grossisten und den Buchhandel, also über den indirek­ten einstufigen und auch zweistufigen Vertriebsweg. Er überlegt, ob es nicht sinnvoller wäre, in Zukunft über Direktmarketingmaßnahmen die Bü­cher direkt an den Leser zu vertreiben.

Frage: Welche Risiken geht Herr Meier ein, wenn er zukünftig ausschließ­lich über Direktvertrieb die Bücher distribuiert?

22.             Welche der nachfolgenden Marketingmaßnahmen zählen unter den Begriff „Permission Marketing”? Bitte kreuzen Sie an:

  • Telefonmarketing adressiert an Kunden
  • Radiospots
  • Versendung von elektronischen Newslettern an registrierte Kunden
  • Mobiler SMS-Versand an registrierte Kunden eines Fitness-Studios
  • Fernsehspots

Teil 6 – Fallstudie „Praxismanagement E-Business”

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E-Commerce

Die Firma Dentalo GmbH ist eine Vertriebsfirma im Business-to-Business-Bereich, die Zahnarztbedarf, wie z. B. Einmalhandschuhe, speziell und individuell bedruck­te Terminnachfasskarten und andere „Me-too-Produkte” an Zahnärzte vertreibt. Die Firma Dentalo hat einen Jahresumsatz von 6 Millionen Euro und beschäftigt 14 Mitarbeiter. Die Produkte werden in Fernost hergestellt. In Deutschland wird ausschließlich vertrieben. Der Markt unterliegt einem starken Preiswettbewerb, je­doch liefert Dentalo exzellente Qualität. Der Markt ist aufgeteilt in viele kleine Wettbewerber und viele Kunden.

Bisher bediente die Dentalo GmbH ihre Kunden deutschlandweit per Telefonmar­keting und Direct-Mail. Die Kunden werden mithilfe einer gut ausgebauten Daten­bank regelmäßig angeschrieben und angerufen, um Bestellungen aufzunehmen. Nun hat Dentalo das Internet für sich entdeckt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die hohen Personalkosten für die „Tele-Damen” könnte man drastisch reduzieren. Dentalo plant eine Web-Präsenz. Wie schätzen Sie die Chancen ein?

23.            Sind die Produkte von Dentalo geeignet für ein Angebot im Internet? Wird

die Zielgruppe erreicht? Bitte vergleichen Sie die Produkte und Zielgruppe von Dentalo mit den Marktdaten, die Sie kennen gelernt haben, und treffen Sie eine Einschätzung.

Zur Unterstützung finden Sie folgende Tabelle, anhand derer Sie die At­traktivität bewerten können:

Marktattraktivität

Bemerkungen

1.     Zielgruppengröße: Sind die an­gestammten Zielgruppen auch Internet-Zielgruppen?

2.  Neues Zielgruppenpotenzial:
Gibt es neue Zielgruppen

(z. B. aus verwandten oder frem­den Branchen) für das geplante Angebot im Internet?

3.     Zielgruppengröße: Ist die anvi­sierte Zielgruppe bereits User im Internet?

4.     Zielgruppengröße: Falls nein, wird die anvisierte Zielgruppe in absehbarer Zeit das Internet nutzen?

5.     Wachstumspotenzial des Mark­tes: Wird die anvisierte Ziel­gruppe im Internet in absehbarer Zeit groß genug für die geplante Aktivität sein?

6.     Wettbewerb: Sind Wettbewerber
bereits Anbieter im Internet?

7.     Sind die Wachstumsprognosen für Geschäfte im Internet mit der anvisierten Zielgruppe positiv?

8.     Sind die Produkte von Dentalo geeignet für einen Vertrieb per Internet und warum?

 

24.          Nun haben Sie die Frage der Marktattraktivität beantwortet. Jetzt gilt es, die erworbenen Informationen in eine Konzeption zu packen.

Hierbei hilfreich ist das altbewährte Schema zur Erstellung einer Marke­tingkonzeption. Ihr Produkt ist die Anwendung im Internet. Gehen Sie sys­tematisch vor, sortieren und vervollständigen Sie Ihr Wissen und erstellen Sie Schritt für Schritt die Grob-Konzeption für die erfolgreiche Online-An­wendung von Dentalo. Sie ist die Basis für alle Aktivitäten in der Praxis.

Formular zur Erstellung einer Online-Marketing-Konzeption:

Marketing-Konzeptionsschritte

Bemerkungen:

1.    Produktkonzeption:

— Produktbeschreibung

Art der Anwendung

— Inhaltliche Konzeption

Welche Inhalte, Module, Systemfunktionalitäten?

— Wettbewerbsanalyse

Konkurrenzanwendungen etc.

2.    Preiskonzeption:

— Preiskalkulation

— Preismodell?

— Preisvorteile im Internet?

3.    Distributionskonzeption:

— Zielgruppenanalyse

Internetzielgruppen und -marktpo­tenziale hinsichtlich der eigenen Anwendung einschätzen

— Vertriebsanalyse

Genaue Analyse:

Internet als neuer Vertriebskanal oder als Kommunikationskanal

4.    Kommunikationskonzeption:

— Offline-Aktivitäten

— Online-Aktivitäten

Teil 7 – Fallstudie „Projektmanagement, Technik und Gestaltung”

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25.      Herr Schmidt, Online-Projektleiter bei der Verlags AG, einem Fachzeitschriftenverlag, hat Probleme mit seiner geplanten Internetanwendung.

–             Er kann seinen Terminplan nicht einhalten, weil die Kollegen der anderen Abteilungen nicht sehr kooperativ sind und gesteckte Termine übertreten.

–             Im Unternehmen gibt es eine EDV-Abteilung mit drei Mitarbeitern.

Einer davon, Herr Klein, ist Internetprogrammierer und hat die Aufga­be, mit Herrn Schmidt zusammen in einer Projektgruppe die Anwen­dung zu realisieren. Nach dem fünften Treffen ist immer noch nicht klar, was eigentlich zu tun ist. Herr Klein ist darüber ziemlich frust­riert.

–             Es gibt im Unternehmen eine Herstellungsabteilung, die ist jedoch überfordert, wenn es darum geht, Internet-Grafiken zu erstellen. Welche Lösungen haben Sie für Herrn Schmidts Probleme parat?

a)            Welche Möglichkeiten hat Herr Schmidt, zusammen mit seinem Chef die Probleme mit seinen Kollegen aus den anderen Abteilungen zu lösen?

b)           Welche Instrumente muss Herr Schmidt in welcher Form einsetzen, um mit Herrn Klein in einem motivierten Team die Anwendung auf den Weg zu bringen?

Welche Möglichkeit(en) hat Herr Schmidt zur Lösung der Probleme bei der Erstellung der Internetgrafiken?

26.                                                         Die Verlags AG hat eine Kundenanfrage über ein kleines Kundenmagazin bekommen. Herr Müller, Leiter der Vertriebsabteilung, möchte nun eine Kalkulation von der Herstellabteilung anfordern. Das Kundenmagazin soll 8 Seiten haben, im DIN-A4-Format mit einer Auflage von 1500 Stück pro­duziert werden. Der Kunde, die Firma Kuka AG in Fuhlsbüttel, fragt am 04.05.2004 an, möchte das Angebot am 14.05.04 vorliegen haben und gibt als Liefertermin für das gedruckte Kundenmagazin den 14.08.04 an. Sämt­liche grafischen Formate werden digital angeliefert. Die Texte sollen von der Redaktion der Verlags AG erstellt werden. Design und Layout soll die Herstellungsabteilung entwerfen. Die angeforderte Angebotskalkulation soll auf Basis der Angaben des potenziellen Kunden unter Berücksichti­gung der betrieblichen Möglichkeiten die voraussichtlich entstehenden Kosten der Produktherstellung festhalten.

Bitte erstellen Sie ein Formular für die Angebotskalkulation, auf deren Ba­sis die Herstellungsabteilung den Auftrag kalkulieren kann. Welche Fragen sind noch offen und müssen noch vorab mit dem Kunden geklärt werden, bevor das Formular Angebotskalkulation von Herrn Müller in die Herstel­lungsabteilung gegeben wird?

Bitte benutzen Sie folgendes Schema für die Angebotskalkulation:

Angebotskalkulation                                                Bearbeiter:

Grunddaten                                                              Offene Fragen

Besteller: Firma

Objekt: Auflage: Umfang: Endformat: Korrekturabzüge:

Vorlagen: Redaktion

Technische Daten

Druckvorstufe:

Druck:

Teil 8 – Fragen und Fallstudie „Internationale Aspekte, Administration und Führung in der Medienwirtschaft”

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27.      Bitte besuchen Sie im Internet die Stellenbörse „Stepstone” unter

www.stepstone.de. Dies ist einer der größten Anbieter für Online-Stellen­anzeigen im deutschsprachigen Raum. Nun möchte der Geschäftsführer, Herr Klein, für seine neue Geschäftsplanung für 2005 eine SWOT-Analyse erstellen, denn er ist sich nicht sicher, an welchen Stellen er stark ist und an welchen Stellen er unbedingt strategisch aktiv werden muss. Die Kon­kurrenz unter den Märkten von Stellenanzeigenanbietern ist groß (z. B. www.versum.de, www.jobpilot.de). Es gibt die regionalen und überregio­nalen Tageszeitungsverlage, die Fachzeitschriftenverlage und auch viel Konkurrenz im Online-Anzeigenmarkt.

a) Bitte helfen Sie Herrn Klein und füllen Sie die nachfolgende Stärken­Schwächen-Analyse aus, um die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken für Stepstone zu definieren. Bitte arbeiten Sie mit diesem vorgegebenen Schema und recherchieren Sie vor der Lösung ein we­nig im Internet unter den Anbietern.

Unsere Stärken:                           Unsere Schwächen:

Unsere Chancen:                          Unsere Risiken:

b)           Was empfehlen Sie Herrn Klein für seine neu zu erstellende strategi­sche Planung?

c)            Klassifizieren Sie das Dienstleistungsangebot der Online-Stellenanzei­gen von Stepstone nach der Technik der Portfolio-Analyse von BCG. Sind das „Cash Cows”, „Stars”, „Question Marks” oder „Poor Dogs”? Welche Tendenzen stellen Sie fest?

28.             Bitte definieren Sie den Begriff „Content is king” anhand des Beispiels des

Medienkonzerns AOL/Time Warner.

29.              Warum eignen sich die Produkte von Amazon (www.amazon.com) so gut

für den internationalen Vertrieb?

30.             Welche Herausforderungen müssen die Gewerkschaften mit den neuen Be‑

rufen der Multimediabranche meistern?

31. Bitte beschreiben Sie den Begriff „Intermediär” am Beispiel des Filmrechtehandels.